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Alt 17.11.2016, 11:50   #1
JaneRosehip
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Registriert seit: 17.11.2016
Beiträge: 1
Standard Tollwut Impfung sinnvoll?

Liebe Community,

ich habe bereits im Forum gesucht, aber noch keine passende Antwort gefunden. Im Januar reisen wir für zwei Wochen nach Südafrika (ich das erste Mal). Wir wollen mit dem Mietwagen von Jo'burg aus in den Krüger Nationalpark, dann in die Drakensberge zum Wandern (ein Tag), wieder zurück nach Jo'burg und dann noch ein paar Tage auf die Gardenroute nach Kapstadt (die KM machen wir dann aber mit dem Flugzeug).

Ich war schon im Tropeninstitut und habe mich nachimpfen lassen, mir wurde optional die Tollwut und Typhus empfohlen, die ich aber erstmal ausgeschlagen habe. Leider sind die Angaben offiziellerer Internetseiten widersprüchlich. Manche sagen für Individualreisende empfohlen, andere nur bei längerem Aufenthalt oder direktem Kontakt mit Tieren.

Im Internet habe ich gelesen, dass Tollwut-Infektionen beim Menschen hin und wieder auftreten (besonders bei Kindern) und besonders durch wachsende Populationen wilder Hunde in den Städten verursacht werden, aber auch Wildtiere sind betroffen.

Wie muss ich mir das denn vorstellen? Wie häufig trifft man denn auf wilde Hunde? Wie hoch ist das Risiko beim Wandern? Und wie gut ist die medizinische Versorgung in den Regionen (denn beim Biss eines tollwutinfizierten Tieres tickt ja die Uhr)?

Kann mir jemand von den erfahrenen Hasen Aufklärung bieten bzw. Erfahrungen mitteilen?
Danke!
JaneRosehip ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.11.2016, 11:12   #2
maik28
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Registriert seit: 14.06.2015
Beiträge: 29
Standard

Ein Schelm, wer böses dabei denkt
Reiseimpfungen müssen ja grundsätzlich selbst bezahlt werden, man kann allenfalls bei manchen Krankenkassen einen gewissen Betrag rückerstattet bekommen. Und irgendjemand bekommt ja dieses Geld
Ist ein heikles Thema, deswegen kanns nur eine allgemeine Info geben, keinen Rat.
Tollwut wird bekanntermaßen durch Biß oder auch Speichel von infizierten Tieren übertragen. Üblicherweise durch Biß, seltener durch Kratzwunden, noch seltener durch Kontakt mit Schleimhäuten ( z.B. infiziertes Tier gestreichelt, Speichel an Finger, mit Finger Augen ausgewischt.....sehr wahrscheinliches Szenario, am ehesten noch bei Kindern ).
Daher wird im allgemeinen eher BACKPACKERN zu der Impfung geraten, die noch dazu damit rechnen müssen, unter unhygienischen Bedingungen oder quasi am Strassenrand zu nächtigen....
Bei einer MIETWAGENRUNDREISE, mit festen Unzerkünften, ist das doch eher unwahrscheinlich, und direkten Tierkontakt wird es wohl auch kaum geben im Krüger, sofern ihr keine Hyänen streicheln wollt........
99% der Übertragungen passieren übrigens durch infizierte Hunde, seltener sind Übertragungen durch andere Hundeartige sowie durch Fledermäuse.
FLEDERMÄUSE kann es durchaus in Unterkünften mit "Thatched Roofs" geben, also strohgedeckten Dächern, wie z.B. in vielen Lodges üblich.

TYPHUS ist wiederum eine Erkrankung durch eine Salmonellenart, die primäre Infektionsquelle ist immer der Mensch, als Erkrankter oder als gesunder "Dauerausscheider": die Bakterien werden mit dem Stuhl ausgeschieden und gelangen mit den Fäkalien ins Trinkwasser, auf kopfgedüngten Salat, Gemüse oder Obst. Auch Muscheln und Austern kommen als Infektionsquelle in Frage. Eine auch mögliche Schmierinfektion von Mensch zu Mensch würde ich für den normalen Reisenden nun wirklich ausschließen. da würde ich eher Medizinpersonal gefährdet sehen die mit Erkrankten umgehen.

Für Reisen in warme Gegenden- da reichen schon die Mittelmeerländer- sollte daher gelten- "peel it, boil it, cook it or forget it". Also nur durchgegarte Lebensmittel (auch das evtl geliebte "medium Steak" kann Infektionsquelle sein, das hat mich mal in einer 5 Sterne Hotelanlage in Ägypten erwischt, allerdings nicht Typhus, nur Durchfall, aber den sehr heftig). Keine Salate essen, die man nicht selbst gewaschen / zubereitet hat, ebenso kein geschältes Obst essen, und mag es noch so appetitlich aussehen. Vor dem Schälen gründlich waschen. keine Eiswürfel in offenen Getränken und am besten gar keine offenen Getränke trinken....
Und nur Wasser aus Flaschen trinken.

Nun kommt aber ein riesengroßes AAAAAAAAAber. SÜDAFRIKA ist ein absolut westlichen Ansprüchen gerecht werdendes Reiseland, insbesondere in den Tourigebieten. Man kann in der regel bedenkenlos Leitungswasser trinken, was nur nur teilweise wegen des Geschmackes nicht tun, manchmal schmeckt es für unsere gaumen brackig, manchmal sehr chlorhaltig. So haben wir z.B. beim Campen auch zum Kaffeekochen meist das Wasser aus den 5 l Bottles verwendet, einfach wegen des besseren Geschmackes, da wir nicht immer Leitungswasser bekommen haben was uns geschmeckt hat. Mutigerweise kochen wir auch Nudeln mit Brackwassergeschmack, das geht, aber Fisch mit solchem Geschmack wie am Sambesi River ist mehr als grenzwertig für deutsche Gaumen. In den Restaurants wird nach üblichen hygienischen regeln zubereitet / gekocht, wir haben überall bedenkenlos auch medium gegartes Fleisch gegessen, der Geschmack ist umwerfend.
Auch öffentliche Toiletten oder die in den Unterkünften waren immer makelos sauber, wenn man ganz auf Nummer sicher gehen will helfen Sagrotan Tücher.

ICH mache mich daher absolut nicht verrückt und bin nur Tetanus geimpft....und habe unzählige Reisen als Backpacker und Camper hinter mir, in Asien, Indien, Afrika und Südamerika, von Europa mal gar nicht zu reden.

KEINEN Kompromiss würde ich bei der Malariaprophylaxe eingehen. Warum verrückt machen wegen einer evtl. Infektion, wenn Malarone im allgemeinen gut verträglich ist (ich nehme das am Abend mit vollfetter Milch ein und hatte nie Probleme, auch früher nicht mit Lariam). Absetzen geht immer wenn mans nicht verträgt, dann hat mans aber versucht. Das empfohlene Stand by ist für den medizinischen Laien absolut nicht anwendbar, denn der kann nicht sicher eine Malariainfektion diagnostizieren, nimmt im Zweifelsfall ein hochwirksames Medikament, mit dem er den Arztbesuch aber nur aufschieben kann und nicht vermeiden. Das Vorgehen hat seine Berechtigung im ugandischen Dschungel wo eine Woche kein Arzt erreichbar ist, nicht aber im modernen Südafrika wo man in wenigen Stunden beim Arzt sein kann. In Falle einer Malariainfektion, ist der Urlaub eh gelaufen.

Noch ein Rat- vergesst es, in knapp 2 Wochen noch die Gardenroute einbauen zu wollen. DAS IST NICHT ZU SCHAFFEN UND IST NUR ELENDE KILOMETERFRESSEREI.
Gut kombinierbar, ist direkt von JNB in den Krüger fliegen (Nelspruit) und von da weider nach Kapstadt für einige Tage.
Wenn Safari im Vordergrund steht, beschränkt Euch auf die Nordroute JNB- 2 Tage Panoramaroute- 4 Tage Krüger- Transit durch Swasiland- 3/3 St. Lucia und Hluhluwe, Rückflug ab Durban (z.B. Emirates fliegt von da nach D via Dubai)


Für die Kombi JNB-Panoramaroute-Krüger- Flug nach Port Elisabeth- Addo- Gardenroute-Kapstadt würde ich mindestens 3 Wochen, besser 3,5 Wochen veranschlagen.

Geändert von maik28 (23.11.2016 um 11:16 Uhr).
maik28 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.11.2016, 11:21   #3
maik28
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Beiträge: 29
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Ein Schelm, wer böses dabei denkt
Reiseimpfungen müssen ja grundsätzlich selbst bezahlt werden, man kann allenfalls bei manchen Krankenkassen einen gewissen Betrag rückerstattet bekommen. Und irgendjemand bekommt ja dieses Geld
Ist ein heikles Thema, deswegen kanns nur eine allgemeine Info geben, keinen Rat.
Tollwut wird bekanntermaßen durch Biß oder auch Speichel von infizierten Tieren übertragen. Üblicherweise durch Biß, seltener durch Kratzwunden, noch seltener durch Kontakt mit Schleimhäuten ( z.B. infiziertes Tier gestreichelt, Speichel an Finger, mit Finger Augen ausgewischt.....sehr wahrscheinliches Szenario, am ehesten noch bei Kindern ).
Daher wird im allgemeinen eher BACKPACKERN zu der Impfung geraten, die noch dazu damit rechnen müssen, unter unhygienischen Bedingungen oder quasi am Strassenrand zu nächtigen....
Bei einer MIETWAGENRUNDREISE, mit festen Unzerkünften, ist das doch eher unwahrscheinlich, und direkten Tierkontakt wird es wohl auch kaum geben im Krüger, sofern ihr keine Hyänen streicheln wollt........
99% der Übertragungen passieren übrigens durch infizierte Hunde, seltener sind Übertragungen durch andere Hundeartige sowie durch Fledermäuse.
FLEDERMÄUSE kann es durchaus in Unterkünften mit "Thatched Roofs" geben, also strohgedeckten Dächern, wie z.B. in vielen Lodges üblich.

TYPHUS ist wiederum eine Erkrankung durch eine Salmonellenart, die primäre Infektionsquelle ist immer der Mensch, als Erkrankter oder als gesunder "Dauerausscheider": die Bakterien werden mit dem Stuhl ausgeschieden und gelangen mit den Fäkalien ins Trinkwasser, auf kopfgedüngten Salat, Gemüse oder Obst. Auch Muscheln und Austern kommen als Infektionsquelle in Frage. Eine auch mögliche Schmierinfektion von Mensch zu Mensch würde ich für den normalen Reisenden nun wirklich ausschließen. da würde ich eher Medizinpersonal gefährdet sehen die mit Erkrankten umgehen.

Für Reisen in warme Gegenden- da reichen schon die Mittelmeerländer- sollte daher gelten- "peel it, boil it, cook it or forget it". Also nur durchgegarte Lebensmittel (auch das evtl geliebte "medium Steak" kann Infektionsquelle sein, das hat mich mal in einer 5 Sterne Hotelanlage in Ägypten erwischt, allerdings nicht Typhus, nur Durchfall, aber den sehr heftig). Keine Salate essen, die man nicht selbst gewaschen / zubereitet hat, ebenso kein geschältes Obst essen, und mag es noch so appetitlich aussehen. Vor dem Schälen gründlich waschen. keine Eiswürfel in offenen Getränken und am besten gar keine offenen Getränke trinken....
Und nur Wasser aus Flaschen trinken.

Nun kommt aber ein riesengroßes AAAAAAAAAber. SÜDAFRIKA ist ein absolut westlichen Ansprüchen gerecht werdendes Reiseland, insbesondere in den Tourigebieten. Man kann in der regel bedenkenlos Leitungswasser trinken, was nur nur teilweise wegen des Geschmackes nicht tun, manchmal schmeckt es für unsere gaumen brackig, manchmal sehr chlorhaltig. So haben wir z.B. beim Campen auch zum Kaffeekochen meist das Wasser aus den 5 l Bottles verwendet, einfach wegen des besseren Geschmackes, da wir nicht immer Leitungswasser bekommen haben was uns geschmeckt hat. Mutigerweise kochen wir auch Nudeln mit Brackwassergeschmack, das geht, aber Fisch mit solchem Geschmack wie am Sambesi River ist mehr als grenzwertig für deutsche Gaumen. In den Restaurants wird nach üblichen hygienischen regeln zubereitet / gekocht, wir haben überall bedenkenlos auch medium gegartes Fleisch gegessen, der Geschmack ist umwerfend.
Auch öffentliche Toiletten oder die in den Unterkünften waren immer makelos sauber, wenn man ganz auf Nummer sicher gehen will helfen Sagrotan Tücher.

ICH mache mich daher absolut nicht verrückt und bin nur Tetanus geimpft....und habe unzählige Reisen als Backpacker und Camper hinter mir, in Asien, Indien, Afrika und Südamerika, von Europa mal gar nicht zu reden.

KEINEN Kompromiss würde ich bei der Malariaprophylaxe eingehen. Warum verrückt machen wegen einer evtl. Infektion, wenn Malarone im allgemeinen gut verträglich ist (ich nehme das am Abend mit vollfetter Milch ein und hatte nie Probleme, auch früher nicht mit Lariam). Absetzen geht immer wenn mans nicht verträgt, dann hat mans aber versucht. Das empfohlene Stand by ist für den medizinischen Laien absolut nicht anwendbar, denn der kann nicht sicher eine Malariainfektion diagnostizieren, nimmt im Zweifelsfall ein hochwirksames Medikament, mit dem er den Arztbesuch aber nur aufschieben kann und nicht vermeiden. Das Vorgehen hat seine Berechtigung im ugandischen Dschungel wo eine Woche kein Arzt erreichbar ist, nicht aber im modernen Südafrika wo man in wenigen Stunden beim Arzt sein kann. In Falle einer Malariainfektion, ist der Urlaub eh gelaufen.
maik28 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.09.2017, 15:45   #4
Joola
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Registriert seit: 15.05.2017
Beiträge: 5
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Wirklich? Ich wusste nicht, dass man die zurückerstattet bekommt!
Joola ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.10.2017, 11:29   #5
maik28
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Beiträge: 29
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Kommt auf die Krankenkasse an. Dort nachfragen. Meist gibt es nur ein bestimmtes Budget pro Jahr Rest zahlt man selbst
maik28 ist offline   Mit Zitat antworten
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